. : : Die fünfte Jahreszeit : : .

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Eine Paar-Geschichte in vier JahresZeiten

Die vier Liebeszeiten

Rena ist süße 17. Mit Jungs hatte die Gymnasiastin noch nicht so viel am Hut. Da feiert ihre beste Freundin Geburtstag und lädt ihren Cousin Hauke ein. Hauke ist ein Mann. Der Fünfundzwanzigjährige studiert. Im Jahr 1970 bedeutet das fast gleichzeitig, dass er auf das Establishment pfeift! Revolution liegt in der Studentenluft. Die ernsthafte Rena fühlt sich bei den Studenten wesentlich wohler als bei den gleichaltrigen Schülern.
Das Wunder passiert: Hauke verabredet sich mit der jungen Rena. Sie führen gute Gespräche und machen eine wunderbare Radtour an der Elbe entlang.

Elbe

Apropos Elbe. Sie ist die dritte Hauptfigur dieses Romans. Sie ist der „Sehnsuchtsknoten“, bedeutet Erinnerung an schöne Zeiten. Die Elbe ist für beide, Rena wie auch Hauke gleichbedeutend mit Heimat.

Die schönen Jahreszeiten-Bilder von der Elbe in diesem Beitrag hat Astrid gemacht.

Frühling

Rena vertraut Hauke schon beim zweiten Treffen Dinge an, über die sie mit sonst fast niemanden je gesprochen hat. Sie vertrauen sich blind. Sie fühlt sich ernstgenommen und irgendwie angekommen.

Das Buch beschreibt diese harmonische, liebevolle und vor allem gleichberechtigte Beziehung aus Renas Sicht anhand von vier Stadien im Leben und bedient sich dabei dem passenden Vergleich mit den vier Jahreszeiten.
Im Frühling lernen sich die beiden kennen, sind jung, haben Frühlingsgefühle und das ganze Leben liegt strahlend vor ihnen.

Im Sommer sind sie in den Berufen soweit angekommen und gründen eine Familie.
Es folgen Herbst und Winter. In jeder Jahreszeit wird ein bestimmtes Ereignis herausgenommen und genauer beschrieben. So ganz nebenbei erfährt man auch die wichtigsten Ereignisse in den übersprungenen Jahren. So wird der Roman nie zu detailliert oder gar langweilig. Trotzdem kann man sich die Figuren anhand der beschriebenen Ereignisse sehr gut ausmalen.

Mit der gespeicherten Wärme des Frühlings in ihren Blicken, mit der Erinnerung an die Hitze des Sommers, lässt es sich im Herbst ihres Lebens lieben ohne hitzige Hast.

Sommer

Die fünfte Jahreszeit

Fastnachtsmärchen – Frühling, Sommer, Herbst und Winter – alle wollen sie Fastnacht feiern. Und ein bisschen streiten sie deswegen

Coming Very Soon . . .

Die Jahreszeiten waren sich wieder einmal nicht einig. Dieses Mal stritten sie sich darum, zu wem die Fastnachtszeit gehörte.
“Mir! Wem sonst?”, sagte der Winter.
Der Herbst war empört. “Das sehe ich nicht so.”
“Wie das?”, fragte der Winter barsch.
“Na ja”, nuschelte der Herbst. “Du klaust mir schon genug von meiner Zeit mit deinen Frostnächten!”
“Stimmt”, rief der Frühling mit schriller Stimme. “Auch mir machst du das Leben schwer.”
“Blödsinn”, knurrte der Winter. “Ich mache meinen Job.”
“Und wir”, schimpften Frühling und Herbst, “müssen uns unsere Arbeit von dir immer wieder zerstören lassen.”
“Was regt ihr euch auf?”, meinte der Sommer gelassen. “Jeder tut seine Pflicht.”
“Du hast gut reden”, knurrte der Herbst. “Dich lässt der Winter in Ruhe.”
Der Winter lachte. “Im Sommer habe ich Urlaub.”
“Ha!”, rief der Herbst empört. “Und wenn dir langweilig wird, kommst du aus deiner Sommerfrische und pfuschst mir ins Handwerk.” Der Herbst war sehr erregt.
Auch der Frühling war wütend. “Die Menschen mögen dich gar nicht leiden”, feixte er. “Gerade zur Fastnachtszeit wollen sie dich vertreiben mit ihren Masken, dem Lärm und den Schimpfliedern. Sie rufen nach mir, ja, das ist die Wahrheit, und deshalb gehört die Fastnacht mir.”
“Unsinn!”, brüllte der Winter. “Mir gehört die Fastnacht.”
“Nein, mir!”, rief der Frühling.
Der Herbst heulte auf. “Ich will auch Fastnacht haben.”
“Und was ist mit mir?”, erregte sich der Sommer.
Sie begannen zu streiten. Sie stritten und schimpften und warfen sich so lange böse Worte an die Köpfe, bis ihnen keine mehr einfielen.
„Was nun?”, sagten sie kleinlaut.
“Fragen wir doch die Menschen!”, schlug der Sommer vor.
Die Menschen fragen? Eine gute Idee.
Sogleich machten sich die Jahreszeiten auf den Weg.
“Welche Jahreszeit soll zur Fastnacht regieren?”, fragten sie die Leute auf der Straße.
“Oh”, sagte eine Dame. “Frühling wäre schön. Da würde mir die Sonne warm auf die Nase scheinen.”
“Winter ist besser”, rief ein Junge. “Schneefastnacht ist prima.”
“Und ich”, meinte ein Mann, “könnte mir den Herbst gut als Fastnachtsnarr vorstellen. Wo er sich mit seinem Nebelwetter so vorzüglich hinter einer Maske verbirgt!”
Ein Mädchen aber rief: “Toll wäre es, zur Fastnacht in Sommerklamotten auf den Straßen herumzutoben.”
Die Jahreszeiten fragten noch viele Leute, doch jeder hatte eine andere Meinung.
Was nun?
Da trafen sie einen weisen alten Mann.
“Wie wäre es denn mit einer fünften Jahreszeit?”, schlug der vor. “So könntet ihr euch immer abwechseln.”
Eine prima Idee! Die Jahreszeiten waren begeistert.
“Gut, dass wir dich getroffen haben”, riefen sie. “Genauso werden wir es machen. Danke für deinen Rat.”
Und so kommt es, dass zur Fastnacht die ‘Fünfte Jahreszeit’ regiert, in der es einmal regnet, stürmt oder schneit, in der auch mal die Sonne frühlings- und sommerwarm vom Himmel lacht.
Verrückt, nicht? Doch die fünfte Jahreszeit ist eben verrückt, so wie es die Fastnacht auch ist.

Coming Very Soon . . .

Sehr witzig fand ich die Ähnlichkeiten von Hauke mit seiner Erfinderin Birgit Rabisch: sie schreiben ähnliche Bücher, haben ein ähnliches Segelboot. Es machte mir Spaß die Ereignisse des Buches in der Vita der Autorin wiederzuentdecken. Inzwischen durfte ich auch ein Interview mit Birgit führen. Es wird auch hier auf dem Blog erscheinen.

Hauke und ich haben keine 35 Jahre währende Dauerbeziehung, wir leben eine 35-jährige Liebe, denkt sie trotzig, eine Liebe, die wie ein Jahr verschiedene Zeiten durchläuft. Den Frühling und den Sommer haben wir wohl schon hinter uns, aber auch der Herbst hat seine köstlichen Seiten, sinniert sie weiter, nur vor dem Winter fürchte ich mich. Wann fängt er an?

Herbst

Winter

Als der Winter sie erreicht, bricht er mit totaler Heftigkeit über Rena herein. Erst jetzt wird der Nachteil einer so traumhaften Beziehung deutlich: der Verlust des Anderen ist kaum zu verkraften. Und doch geht das Leben weiter. Wenn schon nicht das eigene, dann das der anderen Menschen, der Nachkommen, der Folgegenerationen.

Das Buch ist die Beschreibung zweier Leben, einer wunderbaren Beziehung und auch der Gesellschaft, für allen der Geschlechterrollen in Deutschland. Es wirbt mit einer einfühlsamen, aber niemals süßlichen Sprache dafür sich selbst treu zu bleiben und auch dem Partner die Möglichkeit zur Entfaltung zu geben.

Ihr wisst, ich bin kein Freund von reinen Liebesgeschichten, doch dieses Buch hat einfach mehr zu bieten. Ich habe danach viel über meinen zu erwartenden Herbst und Winter und auch über meine Rolle als Frau in meiner Umgebung nachgedacht. Und das ist es, was ich von guten Büchern erwarte: sie sollen mich zum Denken anregen!

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doch ein Ende ist doch lange nicht in Sicht