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Weine aus Australien

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Eine Klasse für sich - Wein aus Australien

Australischer Wein – Vielfalt aus Down Under

Australischer Wein zeigt Klasse und steht heute für eine packende Vielfalt ganz unterschiedlicher Weinstile. Bekannt wurde Down Under für seine schon klassischen, opulenten Spitzenrotweine aus Shiraz, Cabernet Sauvignon, Grenache und Mourvèdre. Mächtige, dicke Rotweine von Spitzenweingütern wie Penfolds oder Torbreck. Heute sorgt eine neue Generation junger Weinmacher für mächtig Furore und setzt in kühleren Lagen auf schlankere Weine mit sehr viel Eleganz. Wer guten Wein aus Australien sucht, findet Tradition und Moderne zugleich und darf sich auf eine spannende Vielfalt freuen.

Wein aus Australien – Visitenkarte Shiraz

Shiraz aus Australien hat noch immer Kultstatus und gilt Rotweinfreunden als prächtige Visitenkarte des Landes. Australischer Shiraz hat Maßstäbe gesetzt und international viele Winzer inspiriert. Noch immer dominiert diese Rebsorte die internationale Meinung über australische Weine und gilt als unangefochtener Star. Wer kraftvolle Rotweine mit sehr reifer Frucht, Tannin und viel Körper sucht, wird in Australien fündig – und glücklich! Gleichzeitig kommen junge Winzer mit einem neuen Stil aus der Deckung und präsentieren neugierigen Weinfreunden die gleiche Rebsorte als »Syrah«. Eine Entdeckung lohnt sich!

Australischer Wein – Qualitätsfaktor Klima

Australien ist ein Urgestein der Erdgeschichte, rund zwei bis drei Milliarden Jahre alt und zusammen mit Afrika, Südamerika, Indien, Neuseeland und der Antarktis hervorgegangen aus dem Urkontinent Gondwana. Vor rund 70 Millionen Jahren löste sich Australien von seinen letzten Nachbarn und liegt heute zwischen dem Indischen Ozean und dem südlichen Pazifik.

Wegen der enormen Nord-Süd-Ausdehnung über 3.600 Kilometer hat Australien sehr unterschiedliche Klimazonen. In rund 80 % des Landes fallen jährlich weniger als 250 mm Niederschlag. Zentralaustralien gilt als aride oder semiaride Region mit großer Hitze und Sommertemperaturen von tagsüber meist über 40°C, aber auch frostigen Minusgraden in der Nacht. Inmitten dieser trockenen Region liegt auch der 867 Meter hohe Ayers Rock bzw. Uluru in der Sprache der indigenen Aborigines. Der Norden Australiens ist tropisch mit Temperaturen je nach Jahreszeit um 25 – 28°C. Der Westen Australiens wird von der Westwinddrift geprägt. Im Osten ist das Klima wegen der Südostpassatwinde tropisch bis subtropisch mit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit.

Australische Weine kommen vorwiegend aus dem klimatisch gemäßigten Süden. Dort finden wir 75% der Rebflächen. Mit Temperaturen von 30°C im Sommer und 10°C im Winter ist das Klima in Südaustralien auch dank der Meeresnähe mediterran. Die Sommer sind meist niederschlagsfrei, der wichtige Regen fällt im Winter. Auf einigen Bergregionen und im südlichen Tasmanien fällt sogar Schnee. Die meisten Weinberge des Landes werden bewässert. Daher sind Australiens Winzer mächtig stolz auf ihre alten, tief wurzelnden Reben, die ausnahmsweise ohne künstliche Bewässerung auskommen, also australischer Wein »dry grown«.

Auch die West-Ost-Ausdehnung Australiens ist immens. Von Perth an der Westküste bis nach Brisbane an der Ostküste fahren Sie mit dem Wagen über 4.300 Kilometer und durchqueren dabei zwei Zeitzonen. Folgen Sie der Küstenlinie, sind es sogar rund 6.000 Kilometer. Dabei spüren Sie den kühlenden Einfluss des Meeres, der für gesunde Trauben in den Weinbergen sorgt.

Australiens Weinregionen – die Musik spielt im Süden

Australien ist riesig. Rund 21-mal passt Deutschland in die große Landmasse auf der Südhalbkugel. Auf einer Fläche von 7,7 Mio. km² spielt sich der Weinbau aber nur auf 1.500 km² ab. Wein aus Australien kommt immer aus dem Süden des Landes. Hier spielt die Musik! Weit entfernt vom nördlich gelegenen Äquator liegen sechs Weinbauzonen mit 70 sehr unterschiedlichen Regionen, sogenannten »Geographic Indications«. Viele Regionen unterteilen sich sogar in weitere Unterregionen. Schon diese Zahlen machen deutlich, es gibt keinen »australischen Wein«. Vielmehr ist es die geschmackliche Vielfalt, mit der Australien bei seinen Weinen zu Recht protzt. Wird auf dem Etikett ein bestimmtes Anbaugebiet angegeben, muss mindestens 85% des Weines von dort stammen.

South Australia – Wiege für australische Weine

South Australia steht für geschmackliche Vielfalt. Rund die Hälfte aller Weinreben des Landes stehen in dieser klimatisch sehr heterogenen Zone. Sie reicht von den heißen, trockenen Regionen im Norden bis zur kühleren Limestone Coast an der Südküste. Australischer Wein wächst hier seit bald 200 Jahren. Bereits in den 1830er Jahren wurden die ersten Rebstöcke in Adelaide gesetzt. Bekannt aber wurden die etwas weiter entfernt liegenden Weinregionen Barossa Valley, Clare Valley, McLaren Vale und später auch Coonawarra.

Bei Wein aus Australien denken viele schnell an Penfolds mit seinem großen Rotweinklassiker »Grange«. Dieses berühmte Weingut hat seinen Geburtsort in Adelaide Hills. In dieser hügeligen Region pflanzte Christopher Penfold im Jahr 1844 seine ersten Reben. Dank des kühleren Klimas setzen viele Weingüter in Adelaide Hills heute vorwiegend auf Sparkling aus Pinot Noir sowie Weißwein aus Sauvignon Blanc und Chardonnay.

Für guten australischen Weißwein ist auch das nördlich von Adelaide gelegene Clare Valley bekannt, vor allem aus der Rebsorte Riesling. Die höheren Lagen der Weinberge sorgen dort für die notwendige Kühle. Dennoch sind im Clare Valley mehr als zwei Drittel der Rebflächen mit roten Sorten bestockt.

Coonawarra – »Geißblatt« in der Sprache der Aborigine – liegt im Süden von South Australia und gilt als erste Cool Climate Weinregion des Landes. Coonawarra steht für exzellenten Cabernet Sauvignon aus Australien und wurde berühmt für seine roten Terra-Rossa-Böden.

Australischer Wein aus der Premium Weinregion McLaren Vale zeigt viel Frische und Eleganz. McLaren Vale ist vor allem für großartige Rotweine bekannt. Die Nähe zum Gulf Saint Vincent sorgt für mediterranes Klima und gesunde Trauben mit guter Säurestruktur. Experimentierfreudige Winzer finden hier auf sehr unterschiedlichen Böden beste Voraussetzungen, um dem Barossa Valley mächtig Konkurrenz zu machen.

Weine aus Australien

Cube Restaurant d’Arenberg in McLaren Vale

Das Barossa Valley ist (noch) die bekannteste Weinregion Australiens. Vor allem der Barossa Valley Shiraz wurde ab den 1980er Jahren zum Markenzeichen und entfachte international eine boomende Nachfrage nach Wein aus Australien. Es sind sehr dominante Rotweine, üppig und konzentriert mit viel Frucht und meist höherem Alkoholgehalt. Im Barossa Valley finden wir viele große Namen wie Peter Lehmann, Saltram oder Torbreck. Gleichzeitig sorgen kleine und mittlere Weingüter für neue Akzente und trauen sich im warmen, teils heißen Barossa Valley auch mal zu schlankeren Weinen. Deutlich kühler ist es im benachbarten, höhergelegenen Eden Valley. Zusammen mit dem Barossa Valley bildet es die größere »Zone Barossa«, unter dessen Name auch die meisten Trauben des Eden Valley verarbeitet werden. Also, bitte nicht verwechseln!

Zu South Australia zählen außerdem die Regionen Adelaide Plains, Currency Creek, Kangaroo Island, Longhorn Creek, Mount Benson, Mount Gambier, Padthaway, Riverland, Robe, Southern Flinders Range, Southern Fleurie und Wratonbully.

New South Wales – bekannt durch das Hunter Valley

Australischer Wein stammt zu rund einem Viertel aus New South Wales. Die mit Abstand größte Region ist das westlich von Sidney gelegene Riverina mit mehr als 50% der Rebfläche. Große australische Weine finden sich hier eher selten. Im trockenen, heißen Klima erzielen industrielle Betriebe meist hohe Erträge und produzieren vorwiegend für die Regale vieler Supermärkte. Westlich und südwestlich liegen die ebenfalls heißen und trockenen Regionen Murray-Darling, Swan Hill und Perricoota. Östlich von Riverina schließen sich – je nach Höhenlage – klimatisch sehr unterschiedliche Regionen an: Orange, Cowra, Hilltops, Southern Highlands, Shoalhaven Coast, Canberra, Gundugai und Tumbarumba. Nordöstlich liegen New England Australia, Hastings River, Mudgee und natürlich das Hunter Valley.

Hunter Valley ist die bekannteste Region in New South Wales und zugleich das älteste Weinbaugebiet Australiens. Rund 1 ½ Autostunden nördlich von Sidney wurden hier in den 1820er Jahren die ersten Reben für australische Weine gepflanzt. Bekannt ist das Hunter Valley neben Shiraz vor allem für den weißen Sémillon, wegen früher Lese meist mit geringerem Alkoholgehalt als sein Pendant aus Bordeaux.

Queensland – Australische Weine von der Sunshine Coast

Queensland ist eher für seine Sunshine Coast mit langen Sandstränden und dem beeindruckenden Great Barrier Reef bekannt. Die Wenigsten kennen die kleinen Weingüter im gebirgigen Hinterland. Dies verwundert kaum, denn Australischer Wein stammt zu weniger als 1% aus Queensland. Für den Weinbau in Quenensland wurden vorsorglich bereits viele Regionen definiert. Aktuell gibt es aber nur zwei geographische Ursprungsgebiete, South Burnett und Granite Belt. South Burnett liegt rund 200 Kilometer nordwestlich von Brisbane, lebte früher vom Erdnussanbau und setzt heute vor allem auf die hitzeliebende, weiße Sorte Verdelho. Die wichtigste Weinregion von Queensland ist das südlichere Granit Belt mit seinen Granitböden. In 600 bis 1.000 Meter Höhe wachsen alle für Australien typischen Rebsorten.

Western Australia – Australischer Wein mit Eleganz und Frische

Klein, aber fein! Mit nur 7% der Anbaufläche ist Western Australia zwar klein, wegen der Eleganz seiner Weine aber auch fein. Australischer Wein von der Südwestspitze des Kontinents überzeugt mit seinem unverwechselbaren Stil. Während Wein aus Australien oft für seine Wucht und Opulenz geliebt wird, beeindrucken Weiß- wie Rotweine aus Western Australia meist mit Frische und Lebendigkeit. Man schmeckt die reintönige Frucht. Der Weinbau findet nur an der Südspitze statt. Dort umspült der Indische Ozean die Küste von drei Seiten und sorgt mit seinen beständigen Winden für permanente Abkühlung der Reben und des Bodens. Die Trauben danken es mit gesundem Wachstum, trotz geringer Niederschläge. Australischer Shiraz aus Western Australia ist meist reintönig, frisch und pfeffrig, kann aber auch opulent und komplex sein. Die zweite bedeutende Rotweinsorte ist Cabernet Sauvignon.

Fast auf Meereshöhe wachsen die Reben in Margret River, der größten und weltweit bekanntesten Region in Western Australia. Die Schönheit der Landschaft ist atemberaubend, die weißen Sandstrände mit meterhohen Wellen gelten als Paradies für Windsurfer. Margaret River steht auch für exzellenten Wein aus Australien. Seit den 1960er Jahren zeigen berühmte Weingüter wie Vasse Felix die große Klasse dieser Region. Im mediterranen Klima von Margaret River dominieren Shiraz und Chardonnay. Die Weine haben Kraft, zugleich aber auch Eleganz und Frische. Auch bei der Suche nach dem besten Cabernet Sauvignon aus Australien ist Margaret River ganz weit vorne.

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Margaret River Coast

Südöstlich von Margaret River liegt die Region Geographe mit seinen Unterregionen Ferguson Valley, Donnybrook und dem Küstenstreifen um Capel und Harvey. Die Region Geographe ist recht groß, die wenigen Weingüter liegen weit verstreut. Australische Weine aus Geographe sind betont fruchtig. Bei den weißen Sorten dominieren Sémillion, Sauvignon Blanc und Chardonnay. Bei den Rotweinen setzen die Winzer auf Cabernet Sauvignon, Merlot und Shiraz.

Das nördlicher gelegene, heiße Swan Valley (innerhalb der Region Swan District) ist das älteste Weinbaugebiet Western Australias. Zusammen mit seinen Nachbarregionen Perth Hills und Peel bildet es die Zone Greater Perth. Weiter südlich liegen die eher unbedeutenden Regionen Blackwood Valley, Manjimup und Pemberton.

Die größte und zugleich kühlste Region Western Australias ist Great Southern und könnte heterogener nicht sein. Innerhalb von Great Southern wurden bisher fünf geographische Ursprungsgebiete definiert: Denmark, Albany, Frankland River, Mount Barker und Porongurup. Je nach Boden und Klima hat jede dieser Teil-Regionen für den Weinbau ganz unterschiedliche Rahmenbedingungen. Die Unterschiede machen Höhenlage sowie Nähe zum Indischen Ozean.

Victoria – Vielfalt rund um Melbourne

Fast überall in Victoria wird Wein angebaut. In dieser Zone sind mit Abstand die meisten Weinregionen und Weingüter des Landes. Wegen der am Ende des 19. Jahrhunderts wütenden Reblaus stehen heute aber nur noch 15% aller Rebstöcke in Victoria. Im heißeren Norden Victorias sind die »Fortifieds«, also alkoholverstärkte Süßweine, noch immer groß in Mode. Grundsätzlich dominieren in Victoria Shiraz und Chardonnay. Viele experimentierfreudige Winzer setzen für guten Wein aus Australien auch auf italienische und spanische Rebsorten wie Sangiovese, Nebbiolo oder Tempranillo.

Victoria kennt sechs Weinzonen (mit 17 Regionen): Gippsland, North East Victoria (Alpine Valley, Beechworth, Glenrowan, King Valley und Rutherglen), Central Victoria (Bendigo, Goulburn Valley), Port Phillip (Geelong, Macedon Ranges, Mornington Peninsula, Sunburry und Yarra Valley), Western Victoria (Grampians, Henty und Pyrenees) und North West Victoria (Murray Darling und Swan Hill). 3 Regionen stellen wir vor.

Australische Weine aus dem Yarra Valley sind meist fein und elegant. Rund 140 eher kleine Weingüter kultivieren in dem kühleren Klima vorwiegend Chardonnay und Pinot Noir, auch für hochklassige Sekte.

Einen exzellenten Ruf hat australischer Shiraz aus der Region Heathcote. Aus Shiraz und weiteren roten Rebsorten entstehen üppige, tiefgründige Rotweine mit konzentrierten Aromen. Mittlerweile sind in dem größten Anbaugebiet Victorias 90% der Rebflächen mit roten Sorten bestockt.

Auch Geelong mit seinem gemäßigten Klima steht für guten Wein aus Australien, ist aber nur wenigen Weinliebhabern bekannt. Diese Region südwestlich von Melbourne überzeugt mit außerordentlich gutem Chardonnay, Shiraz und Pinot Noir.

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Allgegenwärtige Kängurus

Tasmania – feiner Sekt von der Insel

Tasmanien stellt zwar nur 1% der australischen Rebfläche, hat aber sehr ambitionierte Ziele und fokussiert sich überwiegend auf die Produktion von Sekt. Australischer Wein mit feinen Bubbles! Daher sind auch rund zwei Drittel der Rebfläche mit Chardonnay und Pinot Noir bestockt. Zusammen mit Pinot Meunier sind es die klassischen Rebsorten für Champagner. Und dieser gilt im südlichsten und kühlsten Anbaugebiet Australiens als Benchmark.

Rebsortenvielfalt für feinen Wein aus Australien

Nahezu 140 Rebsorten wachsen in Down Under. Für guten Wein aus Australien haben aber nur rund 30 Sorten eine Relevanz. 55% der Rebflächen sind mit roten Rebsorten bestockt, 45% mit weißen.

Chardonnay – No. 1 bei australischem Weißwein

Shiraz ist der absolute Star der Weinszene und wird in ganz Australien angebaut. Das Barossa Valley hat er berühmt gemacht. Rund 25% der Rebflächen sind mit dieser Edelrebsorte bestockt und begeistern je nach Stilistik mit opulenter Frucht oder frischer Eleganz. Typische Aromen sind Brombeere mit Cassis oder Pflaume sowie pfeffrige Noten. Cabernet Sauvignon ist die zweitwichtigste rote Sorte für Wein aus Australien. Rebsortenrein gekeltert und als Cuvée mit anderen klassischen Sorten entstehen je nach Terroir und Klima elegante oder üppige Rotweine. Merlot dient vor allem als Verschnittpartner, wird aber mehr und mehr von anderen Rebsorten verdrängt. Die Rebsorte Pinot Noir bringt je nach Boden und Klima sowie dem Alter der Rebstöcke sehr unterschiedliche Qualitäten. Hochklassiger australischer Wein aus Pinot Noir gelingt vor allem in kühleren Küstenregionen sowie höheren Lagen. Oft dient diese edle Rebsorte auch der Sekterzeugung. Grenache stellt als ehemals meistangebaute Rebsorte Australiens heute nur noch 1% der Rebfläche. Reduktiv ausgebaut, erlebt Grenache derzeit aber eine Renaissance. Beliebt sind auch GMS-Cuvées, also Cuvées aus Grenache, Mourvèdre und Shiraz. Cabernet Franc und Petit Verdot werden ebenfalls meistens für Cuvées angebaut. Durif wurde lange für »Fortifieds« genutzt, wird aber zunehmend reinsortig ausgebaut.

Auch Weißwein hat seinen Chef – Chardonnay. Diese edle Rebsorte steht auf fast 20% der Rebfläche und stellt fast die Hälfte aller Weißweine Australiens. Ob füllig und opulent oder auch elegant und »unoaked«, Chardonnay Wein aus Australien zeigt eine große Bandbreite. Sauvignon Blanc spielt eine immer stärker werdende Rolle, rebsortenrein und sehr gerne als Cuvée mit der Rebsorte Sémillon. Sémillion wird ebenfalls im ganzen Land angebaut und machte das Hunter Valley mit einem ganz eigenen Charakter international berühmt. Noch immer spielt Riesling eine wichtige Rolle, allerdings in einer Nische. Für weiße australische Weine sind außerdem die Rebsorten Marsanne, Roussanne, Colombard, Muscat, Pinot Gris, Verdelho und Viognier relevant.

200 Jahre Wein aus Australien

Mit den ersten 11 Schiffen als »First Fleet« erreichten 1788 nicht nur englische Siedler und Sträflinge die Ostküste von Down Under. Der Brite Captain Arthur Phillip brachte als erster Gouverneur Australiens auch erste Rebstöcke aus Südafrika mit. Er erkannte zwar das große Potential für guten Wein aus Australien, tat sich in der Umgebung vom heutige Sidney aber schwer. Der vinophile Schotte James Busby hatte mehr Erfolg und gilt Vielen als Vater des australischen Weinbaus. Bereits in den 1820er Jahren begann er sich für Weinbau zu interessieren. Wenige Jahre später reiste er nach Europa, brachte unterschiedliche Stecklinge nach Australien und pflanzte sie in Sidneys Botanischen Garten und im Hunter Valley. In diesen Rebstöcken haben viele Weinberge Australiens ihren Ursprung.

Sidney

Siedler und Emigranten aus vielen Ländern Europas suchten ihr Glück in Australien. Wo sie sich niederließen, wurden Rebstöcke gesetzt. Noch heute zeugen die Namen vieler Weingüter von europäischen Siedlern. Berühmte Beispiele sind der Brite Christopher Penfold und der Deutsche Christian Henschke.

Australischer Wein war anfänglich meist süß und schwer, ganz im Zeichen von Portwein. Eine erste Blüte mit Tafelwein erlebte Australien Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts mit zunehmenden Exporten nach Europa, während dort die meisten Reben durch die Phylloxera (Reblaus) zerstört wurden. Einwanderer aus Kroatien nach dem Ersten und aus Italien nach dem Zweiten Weltkrieg brachten neuen Schub in den australischen Weinbau. Dennoch dominierten bis weit in die 1960er Jahre die »Fortifieds«.

Wein aus Australien – ein neuer Stil erobert die Welt

Australien setzt Wein-Trends

In den 1960er und 1970er Jahren waren auf dem heimischen Markt süße australische Weine und Sekte sehr beliebt. Rebsorten wie Riesling und Gewürztraminer wurden populär. Der Durchbruch gelang den australischen Winzern erst in den 1980er Jahren mit dem Export. Die in Europa und den USA rasant steigende Nachfrage nach trockenen Weinen gab auch Down Under den entscheidenden Impuls. Trockener Wein aus Australien wurde international zum Star, allen voran opulenter, australischer Shiraz und im Barrique gereifter Chardonnay. In dieser Zeit entwickelte sich der »australische Stil«, Weine mit sehr viel Frucht, weniger Säure, süßlichen Aromen von neuen Holzfässern und sanften Tanninen. Mit diesem Stil scharte sich um australische Weine weltweit eine große Fangemeinde, weil die Weine im Mund fülliger wirken. Heute ist Asien für Australien der mit Abstand wichtigste Exportmarkt.

Australischer Wein ist noch immer für seine Fülle, Frucht und Opulenz berühmt. Mittlerweile gibt es aber auch einen Trend zu schlanken, eleganten Weinen. Wein aus Australien ist äußerst facettenreich. Bei genauem Hinsehen – pardon Hinschmecken – erkennen wir die spannende Vielfalt. Australiens Winzer haben sich international einen großen Ruhm erworben. Mit Professionalität, Mut und Lust auf neue Wege erfindet sich australischer Wein immer wieder neu.

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